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NB- Drachen und die BUGA 2009

Freitag 16:00
Treffen am Bootshaus. Mit einem Hochmaß an Motivation wurden die Boote verladen und verzurrt. Jeder hatte seine Ausrüstung und Gepäck so gut wie möglich auf die Fahrzeuge verteilt.
Da gab es das Gefühl ständig einen Plan abzuarbeiten. Die Frage ob wir etwas vergessen haben könnten oder die Technik in Ordnung ist, völlig überflüssig. Denn es gab jemanden der dieser Frage trotzen konnte:

Falk mit seinem Fachgebiet Eventmanager
- Koordination - Planung - Schnelle Durchführung - Improvisation
überhaupt kein Problem.

17:00 Abfahrt nach Schwerin.
Die Lebensgeschichte so halbwegs durch, Warmlaufphase für die frischen Vereinsmitglieder im Auto abgeschlossen. Die Erwartungen stiegen mit jedem Kilometer. Das Wetter spielte ERSTMAL super mit.
19:00 Die Einfahrt in Schwerin und Ankunft am Zippendorfer Strand, ein Moment bei dem man glauben könnte Urlaub zu haben. Weit gefehlt !
Das Vorauskommando von der Küste schon vor Ort, die Lage sondiert stand Hansi völlig ausgeschlafen neben seinem Bulli. „Alles gut“
Die Vereinsflagge gehisst, jeder sollte wissen, dass wir angekommen sind. JEDER !
Wo sind die anderen Drachenboot- Teams?
Gut zu wissen, das wir die ersten sind. Begrüßung und kurze Einweisung durch die Veranstalter. Der obligatorische Abendbrot Hunger kam. Jeder wusste, es wird ein verspäteter Grillabend werden. Der Aufbau des Vereinszeltes hatte absoluten Vorrang. Stulle mit Brot musste erstmal reichen, mit ein wenig Aufschnitt, Quark und sauren Gurken liebäugelten alle mit ihren Geschmacksnerven. Falk u. Micha rollten mit den beiden Booten an den Strand, jetzt hieß es zupacken, sie mussten beide vom Anhänger. Mit geübten Handgriffen von uns und kräftigen Kommandos vom Eventmanager lief es gut. Dann die Erkenntnis von allen, dass Wetter spielte an diesem Abend nicht mehr mit. Also ran und zügig das Zelt aufbauen. So schnell und koordiniert wir auch vorgingen, gegen die hohe Geschwindigkeit mit der die Kaltfront aus Nordwesten kam, hatten wir keine Chance. Tief hängende Quellwolken schoben sich über unsere Köpfe. Dann der Spruch „noch 5 Minuten bis zum Regen“. Nach diesen 5 Minuten dann die Erkenntnis, der Regen war kein Problem sondern eine Böenwalze mit kräftiger Turbulenz. Nur das Zeltdach war fertig gebaut, was sich für uns als großes Glück rausstellte. Jeder hat instinktiv mit seinem Körpergewicht das Zeltdach festgehalten. Es reichte gerade so, sonst hätte dieser Abend in einer Katastrophe geendet. Für unsere Nachbarn hatten wir erst später ein Auge. Und was wir sahen war ein Totalschaden des Zeltes. Zeltstangen wie von Geisterhand zusammengeknotet. Nachdem der ganze Spuck vorbei war und unser Zelt stand, begann der wirklich verdiente Grillabend. Alles war wieder gut und wir hatten das Beste daraus gemacht.

Samstag: Erste Bewegung im Vereinszelt, Kaffee Aroma in der Nase den Schlaf aus den Augen gerieben. Ein gemeinschaftliches Frühstück am Zippendorfer Strand, die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag. Die Hamburger schlagen auch langsam auf, gemeinsam soll dieses Wochenende mit ihnen als unverzichtbare Unterstützung weiter gehen. Dieser Tag begann mit einem Briefing der Team Chefs. Diese Zeit nutzten alle um das Boot zu schmücken. Schwarze Tüten auseinander geschnitten, mit Panzertape befestigt, sollte die Black Pearl entstehen lassen. Aber was ist ein Piratenboot ohne Mannschaft? Also rein in die Kostüme, Schminke ins Gesicht, die Weiber in weis, die Kerle in schwarz, die Tattoo Motive auf die Arme, die Kopftücher aufs Haupt, Neptun an der Trommel sein Dreizack voraus. Die Bewertung der geschmückten Boote hinter uns gelassen gingen 42 Flagschiffe auf Kurs Richtung BUGA. Begleitet von THW-Booten aus vielen Landkreisen, kamen alle sicher auf dem Schweriner Burgsee an. Empfangen von vielen Schaulustigen waren ca. 800 Paddler auf dem See ein beeindruckendes Specktakel. Das Ziel auf der BUGA, ein Weltrekord mit der höchsten Anzahl von Drachenbooten die gemeinsam über einen See paddeln ist geschafft. Die Belohnung für diese Aktion, ein Eintrag ins Guinness- Buch der Rekorde war uns sicher. Die Darstellung einer Margerite durch die Drachenboote rundete die Sache fotogen ab. Motiviert durch diesen Erfolg gingen wir daran das 300m Rennen zu bestreiten. Vielleicht nicht das wichtigste Rennen in diesem Jahr, aber doch trotzdem ein Wettkampf und dieser musste gewonnen werden. Der Versuch vor dem Rennen etwas Essbares zu finden scheiterte kläglich. Die Puppen den Eismann aus seinem Versorgungsauto gezogen, seiner Eisvorräte fast beraubt, mussten wir das Rennen mit eigenen Energie Reserven bestreiten. Den Wettkampfergebnissen noch entzogen und etwas angeschlagen paddelten wir zurück zum Zippendorfer Strand. Dort angekommen arbeitet der Grill auf Hochtouren. Die Energiereserven hastig aufgefüllt, kam der Aufruf zur Siegerehrung im großen Festzelt. Die neuen Mitglieder eine gute Platzierung gar nicht mehr vor Augen, wussten die alten Hasen genau das wir sehr weit vorne lagen. Dann der Aufruf „Auf den zweiten Platz die NB- Drachen““, der Sturm nach vorne auf die Bühne, ein breites lachen im Gesicht, wurde der Pokal mit Stadt eigenem Champus herum gereicht. Da kann man doch nur noch sagen, eine schöne Bestätigung für gute Trainingseinheiten und hervorragender Organisation. Jetzt noch schnell etwas warm getrunken haben wir unseren Hauptschalter umgelegt und die lange Nacht der Nächte konnte beginnen. Die NB- Drachen haben sofort klar gestellt wer auf der Tanzfläche in der Überzahl ist und das auch bis weit in die Nacht verteidigt. Mit Tanzeinlagen in der Wagerechten liegend und einigen Blessuren konnte das eindrucksvoll beobachtet werden.

Sonntag: Irgendwie haben es alle in ihr Bett geschafft, ob früher oder später, beim Frühstück waren alle dabei. In gewohnter Weise frönten wir diesen Morgen. Die anderen schon am abbauen hatten wir die Ruhe weg. Die Hamburger in der Verabschiedung mussten wir dann mit dem abbauen beginnen. Der letzte Akt an diesem Wochenende, die Fahrt nach Hause. Die einen auf dem direkten und die anderen im Zickzack Kurs, haben alle Neubrandenburg wieder gefunden.
Reich an Erfahrungen und schönen Erlebnissen kann man so ein Wochenende entspannt ausklingen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Löwen


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NB-Drachen, Parkstraße 9, 17033 Neubrandenburg, +49 395 5824944, info@nb-drachen.de

 

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